EPC und IBAN QR sind jetzt der Standard
Ab heute können Sie beim Abrechnen als Erstes einen EPC QR zeigen. Die Zahlungslinks, die Sie selbst hinzugefügt haben, stehen weiterhin dahinter, im selben Ausklappmenü wie immer. Sie müssen also nichts an Ihrer Arbeitsweise ändern, bekommen aber eine Option dazu. Und was für eine!
Was ist ein EPC QR?
Ein EPC QR ist kein Zahlungslink. Es gibt keinerlei Partei dazwischen: Der Code enthält schlicht Ihren Namen, Ihre IBAN, den Betrag und einen Verwendungszweck. Ihr Kunde scannt ihn mit seiner Banking-App, sieht die Überweisung bereits ausgefüllt und muss sie nur noch bestätigen. Das Geld geht direkt von seinem Konto auf Ihres. Kein Zahlungsdienstleister, kein Zwischenkonto, kein Prozentsatz, keine Daten, die anderswo vorbeikommen. Es ist ein europäischer Standard, er funktioniert also grundsätzlich in der gesamten Eurozone.
Am schönsten finde ich, was alles nicht mehr nötig ist. Ein EPC QR läuft nicht ab, kennt keinen Höchstbetrag und keine maximale Anzahl an Verwendungen. Sie müssen also nie wieder mitten am Tag einen neuen Zahlungslink anlegen, weil der alte aufgebraucht ist. Sie tragen einmalig Ihre IBAN unter ‘Einstellungen’ im ‘Unternehmensprofil’ ein, und danach ist der Code immer da, für jeden Betrag. Da es eine ganz normale SEPA-Überweisung ist, steht der Betrag oft innerhalb von Sekunden auf Ihrem Konto und Sie können von Ihrer eigenen Bank eine Push-Benachrichtigung bekommen, sobald er eingegangen ist.
Unterstützung für EPC QR
Usecue POS kommt aus den Niederlanden, deshalb fange ich in der Nähe an — und zwar ehrlich, denn das gehört dazu: Nicht jede niederländische Banking-App kann diesen Code lesen. ING, bunq, Knab, ASN und SNS können es. Rabobank, ABN AMRO und Triodos (zusammen ein beträchtlicher Teil des Marktes) unterstützen den Standard noch nicht. Das ist schade und für mich unbegreiflich, denn es ist derselbe Standard, der in Deutschland, Österreich und Belgien seit Jahren völlig normal ist.
Um diesen Unterschied deutlich zu machen, hier die Länder, in denen der EPC QR wirklich angekommen ist. Die Abdeckungsprozente sind Schätzungen, basierend auf dem gemeinsamen Marktanteil der Banken, die den Standard unterstützen:
- Deutschland: 80% — die höchste Verbreitung, groß geworden über die Sparkassen und die Volksbanken, und auch Commerzbank und Deutsche Bank machen mit.
- Belgien: 80% — genauso gut wie Deutschland: praktisch jede große Privatkundenbank kann es, darunter KBC, Belfius, BNP Paribas Fortis und ING Belgien.
- Österreich: 70% — hier hat es angefangen, unter dem Namen GiroCode, und inzwischen steckt es in vielen Banking-Apps.
- Finnland: 70% — hohe Verbreitung, mit viel Mobile Banking und QR-Codes, die dort völlig normal sind.
- Niederlande: 40% — das Schlusslicht. ING, bunq, Knab, ASN, SNS und RegioBank unterstützen es; Rabobank und ABN AMRO, zusammen rund 60% des Marktes, nicht. Deshalb brauchen wir die ‘manuellen’ Zahlungslinks als Fallback.
Und weil genau diese 40% das niederländische Problem sind, müssen Sie den EPC QR nicht nach vorne stellen. Sie können dem EPC QR eine höhere Prioritätsnummer geben, genau wie bei den anderen Zahlungslinks. Dann erscheint Ihr eigener Zahlungslink zuerst und der EPC QR steht dahinter, im Ausklappmenü. Für ein niederländisches Geschäft mit vielen Rabobank- und ABN-AMRO-Kunden ist das wahrscheinlich die praktischste Einstellung; in Deutschland oder Belgien würde ich ihn dagegen als Erstes anzeigen.
Ein IBAN QR als Fallback
Und vielleicht brauchen Sie gar keine ablaufenden Zahlungslinks… denn ganz unten in demselben Ausklappmenü steht jetzt noch eine Option: ‘IBAN’. Sie zeigt einen QR-Code, der nur Ihre Kontonummer enthält, mit Ihrer IBAN darunter gut lesbar im Bild. Kann die Banking-App Ihres Kunden den EPC QR nicht lesen, dann scannt er den IBAN-QR-Code, wählt Kopieren und fügt die Kontonummer in seine eigene Banking-App ein… oder er tippt sie ab, wenn er weniger geübt ist. Das funktioniert bei jeder Bank, in jedem Land, ohne auch nur eine Zwischenpartei. Und beim Wiederholungskauf? Dann kann er einfach sein Adressbuch nutzen und den Betrag abtippen.
Der einzige Kunde, den Sie damit nicht bedienen, ist der ohne Telefon, und dafür bleibt Tap to pay über Stripe eine gute Rückfalloption. Sie verpassen also keinen einzigen Kunden.
Chancen für Usecue POS
Die breite Unterstützung für EPC QR in den Nachbarländern der Niederlande bietet schöne Chancen für Usecue POS. In Kombination mit Push-Benachrichtigungen Ihrer Bank und einem Stripe-Konto für Kartenzahlungen ist Usecue POS das allerbeste System für kleine Unternehmer in Ländern wie Deutschland und den Benelux-Staaten. Die Hardware haben Sie bereits (Ihr Telefon) und Ihre Transaktionen sind provisionsfrei. Stripe hat keine Anschaffungskosten und berechnet nur Provision für die wenigen Zahlungen, die keine SEPA-Zahlungen sind.
SEPA-Zahlungen stehen jedem innerhalb der EU zur Verfügung. Und wenn SEPA-Zahlungen über einen EPC-QR-Code auch noch sehr einfach gemacht werden, dann ist das ein großes Plus gegenüber anderen Methoden und Zahlungsanbietern, die Provision berechnen. Also: Deutschland, Belgien und Luxemburg, haltet euch fest. Wir kommen – direkt aus den Niederlanden!
Probieren Sie es selbst aus
Neugierig geworden? Probieren Sie es selbst aus und finden Sie heraus, welche QR-Codes am besten zu Ihrem Betrieb passen.