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2024-05-31

Sagen Sie Nein zu Google Pay

Sagen Sie Nein zu Google Pay, denn Google verstößt systematisch gegen das Gesetz oder ist sehr undurchsichtig, was den Datenschutz angeht, so die ASN Bank in einem Beitrag aus dem Jahr 2020. Und doch entscheidet sich die ASN jetzt, kaum vier Jahre später, für Google Pay. Das bedeutet also, dass sie ihre eigene Zahlungs-App nicht länger unterstützen und dass Sie zum Bezahlen mit dem Telefon zu Google Pay müssen. Das ist merkwürdig.

Sie behaupten sogar, sie hätten Google Pay SELBST eingeführt, ich zitiere: ‘Inzwischen haben wir für Nutzer eines Android-Smartphones Google Pay eingeführt.’ Das ist natürlich völliger Unsinn, führt den Kunden aber in die Irre. In Wirklichkeit hängen sie sich an eine (für sie) kostenlose Lösung, auf Kosten der Daten des Kunden. Und leider sind sie nicht die Einzigen. Nahezu alle niederländischen Banken steigen derzeit mit einer ähnlichen Erzählung auf das zahlungsdatenhungrige Google Pay um.

Mit dem Telefon bezahlen, ohne Google Pay

Neben merkwürdig ist es auch bedenklich. Natürlich möchten Sie als Verbraucher mit Ihrem Telefon bezahlen können. Es ist schnell und einfach und obendrein sicherer als mit der Bankkarte. Ich denke, dass demnächst alle nur noch mit dem Telefon bezahlen. Gleichzeitig ist es aber völlig logisch, dass Sie Ihre Daten nicht mit einem Unternehmen teilen wollen, das systematisch gegen das Gesetz verstößt. Was Sie wo und wann kaufen, geht niemanden etwas an. Sie wollen ganz sicher nicht, dass es in einem Online-Profil landet, das Google meistbietend verkauft. Genau das passiert jedoch, wenn Sie mit Google Pay bezahlen, denn der Verkauf Ihrer Daten ist Googles primäres Geschäftsmodell.

Banken übernehmen keine Verantwortung

Ich habe sofort eine Beschwerde bei meiner Bank, der ASN, eingereicht. Nicht zuletzt, weil die Einführung von Google Pay eine Kursänderung um 180 Grad ist. Sie verstecken sich hinter den Kosten, die sie für die Zahlungs-App aufbringen müssen. Diese seien sehr hoch. Ich bin Softwareentwickler und habe mich intensiv mit PSD2 befasst. Ich kann mit großer Sicherheit sagen, dass diese Kosten ein Vorwand sind. Viel wahrscheinlicher ist, dass sie einen guten Deal mit Google über die (künftige) Nutzung von Google Pay haben. Daten sind schließlich das neue Gold. Ihr Gold, das sie höchstwahrscheinlich an Google verkauft haben oder verkaufen werden. Ein Fall für die europäischen Juristen in Brüssel.

QR-Codes als Lösung

Sie wollen ZWAR mit dem Handy bezahlen, aber KEIN Google Pay nutzen? Dann bitten Sie um eine Zahlung über einen QR-Zahlungslink. Damit bezahlen Sie mit Ihrem Mobiltelefon, setzen Google Pay aber außer Gefecht. Eine Transaktion über einen QR-Zahlungslink läuft nämlich oft direkt von Bank zu Bank.

Unsere Anwendung nutzt für Zahlungen ausschließlich QR-Zahlungslinks. Also… sind Sie Unternehmer? Dann können Sie den Unterschied machen, indem Sie sich für datenschutzfreundliche Zahlungen entscheiden.

Machen Sie mit und sagen Sie Nein zu Google Pay. Das klingt nicht nur gut, spart Ihnen Kosten und bringt mehr Komfort… es ist als Unternehmen auch ein schönes Statement im Sinne einer gesellschaftlich verantwortungsvollen Unternehmensführung!